Ostersteine an der Lutherkirche #hoffnunghamstern

Kreuz
Bildrechte: KG Bayreuth Lutherkirche

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
Markus 16, 1-7


Liebe Gemeinde, liebe Kinder und Erwachsene,
Jetzt erst recht!
Wir brauchen gerade jetzt jeden Tag Ostern!

Ausgehsperren, Hamsterkäufe, Grenzschließungen, soziales Leben, das auf ein Minimum heruntergefahren wird – ein Ende und das volle Ausmaß noch nicht abzusehen – der Coronavirus. Ein Stolperstein, wie er größer nicht sein könnte. Noch nie vorher gab es eine vergleichbare Situation.
Gerade in diesen Zeiten brauchen wir Menschen ein Zeichen – ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und ein Zeichen der Hoffnung.
Ein solches Zeichen ist der Stein vor dem Grab Jesu, der die Gedanken der Frauen beschäftigt, die am Ostermorgen den Leichnam Jesu salben wollen.
Dieser Stein, der nicht nur das Grab verschließt, sondern zugleich die Hoffnung, die Pläne, die Träume. Eine unüberwindbare Hürde – Aber dann völlig unerwartet ist der Stein am nächsten Morgen weggerollt und die Frauen stehen staunend davor. Der Stein ist fort, weggeräumt und macht den Weg frei für neue Hoffnung und neues Leben, das entstehen kann.

Der weggerollte Stein wurde zum Symbol der Botschaft, dass Gott, dass die Liebe stärker ist als der Tod.
Bringt/Bringen Sie den Stein mit uns „ins Rollen“!

Gestaltet/gestalten Sie Steine der Hoffnung, die die Osterbotschaft
für Sie „in Stein meißelt“.
Wir brauchen gerade jetzt jeden Tag Ostern!

Was Ihr/Sie brauchen:
    Steine, die Sie gut bemalen können.
    Acrylfarbe, Pinsel, Eddings oder Lackstifte
    Optimal wäre wasserfester, durchsichtiger Acrylack zum Versiegeln

Wie geht’s?
Vorderseite des Steins: Gestaltung der Antwort auf die Frage, was für Euch/Sie stärker ist als der Tod

Die bemalten Steine könnt Ihr/können Sie dann bei einem kleinen Spaziergang auf den
Kirchplatz der Lutherkirche (Bodenseering 95) bringen.
Dort steht ein Kreuz. Dort legen wir unsere Steine ab.
Wir würden uns freuen, wenn es bis Ostern immer mehr Steine werden, die Hoffnung schenken und davon erzählen, dass wir zwar jeder für sich, doch in großer Gemeinschaft unsere Zuversicht aus dem Ostergeschehen schöpfen.

Herzliche Grüße

Pfrin. Kathrin Zagel-Busch und Pfr. Heinrich Busch, Lutherkirche Bayreuth

 

Nordbayerischer Kurier 3. April 2020