Verabschiedung von Vikar Bammessel

Einladung zur Verabschiedung Bernhard Bammessel
Bildrechte Lutherkirche

Liebe Gemeinde, es ist doch erstaunlich, wie schnell zweieinhalb Jahre vorbeigehen können. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das erste Mal mit dem Fahrrad das Gemeindegebiet der Lutherkirche erkundet habe, den Roten Hügel, Meyernberg, Oberpreuschwitz. Es war in meiner ersten Woche als Vikar, im März 2022. Alles war ganz neu und ich voller Vorfreude aber natürlich auch voller Fragen. Jetzt sind mir diese Häuser, die Straßen und Wege ganz vertraut. Wenn ich hier unterwegs bin, liegen überall wertvolle Erinnerungen: In diesem Haus saß ich wie selbstverständlich  beim Geburtstagsbesuch zusammen mit der Großfamilie am Tisch und konnte auch zum dritten Stück  selbstgebackenen Geburtstagskuchen nicht nein sagen. Hier kamen meine Schülerinnen und Schüler vorbeigerannt und holten sich stolz das nächste Bändchen beim  Spendenlauf, begleitet vom Jubel der KiTa-Kinder. Ach, und hier lebt der „Wirt“, der es kaum übers Herz brachte, uns wie ausgemacht abzuweisen, als wir mit der  Betthupferlkirche und Josef und Maria auf der Suche waren nach einer Herberge. Und dort im Pflegeheim wurde mir nach dem Gottesdienst diese Lebensgeschichte anvertraut, so voll Spannung, überraschenden Wendungen und Liebe, dass die Verfilmung mit Sicherheit alle Rekorde brechen würde. Und dann erst die beiden Kirchen: die Lutherkirche mit meinem „Büro“, mit dem Jugendraum im Neonlicht, mit den Festen im Grünen auf dem neuen Kirchplatz. Und die lichtdurchflutete Katharina-von-Bora-Kirche, die Heimat für so viele ganz verschiedene Gruppen ist und Taufkirche  meiner Tochter. Sie merken sicher, ich könnte mit diesen Erinnerungen leicht den gesamten  Gemeindebrief füllen. Und Sie merken auch, dass bei Ihnen in Ihrer Lutherkirchengemeinde ein Stück meines Herzens hängt und auch bleiben wird, wenn Ende August mein Vikariat zu Ende geht. Zweieinhalb Jahre sind jetzt fast vorüber. Und für diesen wahrscheinlich letzten Beitrag im Gemeindebrief habe ich mir auch nochmal angeschaut, was ich zu Beginn des Vikariats als Vorstellung geschrieben habe. Dort fand ich den Satz: „Eine wichtige Rolle in meiner Ausbildung zum Pfarrer spielen natürlich auch Sie als Gemeinde.“ Für diese wichtige Rolle, die Sie alle gespielt haben, möchte ich mich bedanken. Denn eins ist für mich ganz klar: das, was meine tollen Erinnerungen verbindet, sind die Begegnungen mit Ihnen als Teil dieser wunderbaren Gemeinde. Danke für diesen Schatz an Erinnerungen!
Gerne würde ich mich auch noch einmal persönlich bei Ihnen verabschieden und Danke sagen. Deshalb lade ich Sie ganz herzlich ein, am 21. Juli um 17.00 Uhr in die Lutherkirche zu meinem Abschiedsgottesdienst.
Ihr Vikar Bernhard Bammessel